Faszination Stadt | Das Magdeburger Recht
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Das Magdeburger Recht

Das Magdeburger Recht war im Mittelalter eines der erfolgreichsten Stadtrechte. Über 1000 Orte in Mittel- und Osteuropa übernahmen es oder orientierten sich bei juristischen Entscheidungen an den Ratschlägen des Magdeburger Schöffenstuhls.

 

Bis heute entfaltet das Magdeburger Recht in Städten Ostmitteleuropas eine identitätsstiftende Wirkung. Die positive Haltung zum Magdeburger Recht ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Das Thema der Ostsiedlung und des Exports von Normen und Texten war in der Vergangenheit prädestiniert für eine politische Vereinnahmung. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Magdeburger Recht als Argument zur Rechtfertigung der vermeintlichen kulturellen Überlegenheit des »Deutschtums im Osten« missbraucht. Im Kalten Krieg diente es als Symbol für die imperialistischen Bestrebungen des Westens.

 

Erst in den letzten Jahren entwickelte sich eine länderübergreifende Sicht auf das Magdeburger Recht, die sich um eine ideologiefreie Einordnung bemüht. An der Vorbereitung der Ausstellung wirken Wissenschaftler aus allen Ländern mit Städten des Magdeburger Rechts im wissenschaftlichen Beirat mit.

 

Besonders verdient gemacht um die Erforschung des sächsisch-magdeburgischen Rechts haben sich der Rechtshistoriker Prof. Dr. Heiner Lück und das von ihm geleitete Projekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig »Das sächsisch-magdeburgische Recht als Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Ost- und Mitteleuropas«, das als Kooperationspartner an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt ist. Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Akademieprojektes.

 

Weitere Informationen zum Magdeburger Recht und seiner Verbreitung erhalten Sie auf der Seite www.magdeburg-law.com in deutscher und englischer Sprache.